Forsteinrichtung 2017-2026 für den städtischen Wald

Veröffentlicht am 21.06.2017 in Pressemitteilungen

Forsteinrichtung 2017-2026 für den städtischen Wald Stellungnahme für die SPD Gemeinderatsfraktion Bietigheim-Bissingen von Thomas Reusch-Frey in der Sitzung am 20.6.2017

Der Wald ist wichtig, wichtig in vielfacher Hinsicht: Er prägt ganz wesentlich unser Landschaftsbild, hat positiven Einfluss auf das Klima, sorgt für gute Luft und gutes Wasser. Der Wald schafft einen Erholungsraum für uns Menschen – das ist gerade in unserer Region, in unserem Ballungsraum wichtig. Der Wald ist Natur und bietet den Lebensraum für viele Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroorganismen.

Der Forst trägt eine hohe Verantwortung im Zusammenspiel mit den erholungssuchenden Wanderern, Joggern, Mountainbikern, Kindern, Senioren, Jägern und Naturschützern. Unser Wald in Bietigheim-Bissingen steht insgesamt gut da. Der Wald wird nicht ausgebeutet, sondern nachhaltig bewirtschaftet, es gibt Flächen, die der Natur überlassen werden oder schonend und zurückhaltend bewirtschaftet werden.

Die Arbeit der Förster und all der Beteiligten verdient Anerkennung und Dank!

Jetzt aber zum Ausblick: Das Eschentriebsterben zeigt uns als SPD, worin die Herausforderung für die Zukunft liegt. Es ist für uns der Aufbau eines klimastabilen Waldes. Nur ein klimastabiler Wald kann die Funktionen erfüllen, die mit Erholung, Naturschutz und Holznutzung verbunden sind. Nur ein klimastabiler Wald ist in Zukunft Wald. Zwei Aspekte sind für uns zentral: Zum einen ist es das sensible Thema „Jagd und Wald“: Es herrscht in unserem Wald eine gute Atmosphäre zwischen Jagd und Forst. Dies ist eine wichtige Basis für die Zukunft.

Wir als SPD sehen hier die Herausforderung, dass wir den Wildverbiss reduziert bekommen. Hier sehen wir noch deutliche Potentiale. Da müssen wir ran. Wenn die jungen Bäume von den Rehen an- und abgefressen werden, haben wir Probleme mit der Naturverjüngung. Wir brauchen also dringend die Unterstützung der Jäger bei diesem Ziel. Insofern Waidmann´s Heil! Man muss bedenken, dass das Anlegen von Waldkulturflächen, die Pflanzung und Pflege der jungen Bäume, das Anbringen und Überwachen des Wildschutzes ein erheblicher Aufwand bedeutet und mit Kosten verbunden sind.

Damit sind wir beim zweiten Aspekt, der wirtschaftlichen Seite: Was haben wir finanziell von unserem Wald? 2007 bis 2016 blieben nach Abzug der Kosten durchschnittlich 7.000 Euro in der Stadtkasse übrig. Eine hohe betriebswirtschaftliche Bedeutung hat der Wald im gesamten Haushalt für Bietigheim-Bissingen gewiss nicht.

Die Frage: Wie hoch der Gewinn in den kommenden Jahren sein wird oder wieviel der Wald uns kosten wird, - lässt die Planung für die kommenden 10 Jahre. Das ist eine Lücke in der Planung, die uns nicht wehtut. Diese Lücke kann für uns auch eine Lücke bleiben. Denn: Die zentrale Herausforderung der Zukunft ist nicht primär, dass wir etwas in die Stadtkasse bekommen.

Wir müssen alles tun, dass wir einen klimastabilen Wald entwickeln. Nur ein klimastabiler Wald hat Zukunft und nur ein klimastabiler Wald ist die Grundlage für all die eingangs aufgezählten Funktionen. Viel Umsicht im Forst ist nötig. Es braucht eine kritische Beobachtung der Entwicklung des Waldes durch den Forst. Und klar muss die Ausrichtung auf das Ziel des klimastabilen Waldes ganz oben in der Arbeit der Förster stehen.

Wir wünschen dem Forst dazu gutes Gelingen und eine kooperative Jägerschaft an ihrer Seite wie auch eine gute Kooperation mit dem Naturschutz.

 

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